Abgerundetes Rechteck: Aktuelles
 

 

 


 


Bürgerinformation zur Erneuerung der Horrheimer Storchenmasten

 


Waldkauz

Unsere NABU-Gruppe hat Mitte der 90ger Jahre, mit freundlicher Unterstützung aus der Bevölkerung, zwei Storchenmasten im Horrheimer Wiesental aufgestellt.

Zur allgemeinen Freunde und für viele unerwartet hatten wir dort in den Jahren 2014 bis 2016 drei Storchenbruten mit insgesamt fünf direkt ausgeflogenen Jungvögeln. Ein Jungstorch, der aus Nahrungsmangel aus dem Nest geworfen wurde, konnte gerettet und in der Storchenstation Landau erfolgreich ausgewildert werden. Für zwei weitere Jungvögel kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Leider sind die Bemühungen des NABU eine eigentlich erforderliche Verbesserung der Nahrungssituation in unmittelbarer Nestnähe zu erreichen bisher erfolglos geblieben. Etwa eine Anlage einer Feuchtwiese im „Tiefen Kessel“.zwischen der Metter und dem Mühlkanal bei Horrheim.

Auch das Jahr 2017 hatte Erstaunliches zu bieten. So wurden die Altstörche Anfang März von Nilgänsen aus Ihrem angestammten Nest im Wiesental vertrieben. Sie haben sich zu unserer Überraschung aber als treue Horrheimer erwiesen und ein neues Nest auf dem Mobilfunkmast am Sportplatz gebaut. Aus dieser Brut gingen zwei gesunde Jungstörche hervor. Das Nest wurde inzwischen vom Mobilfunkbetreiber nach Abwanderung der Altvögel im September vom Mast entfernt.

Sicherheitsprüfungen haben nun leider ergeben, dass beide Holzmasten im Wiesental durch Verwitterung, Spechtschlägen und langen Längsrissen stark geschädigt und nicht mehr standsicher sind!

Wir haben uns daher entschlossen beide Masten in den Wintermonaten zu entfernen. In Absprache mit der Storchenexpertin Ute Reinhard wird nur der bisherige Brutmast an der Straße, voraussichtlich durch einen Metallmasten ersetzt. Der zweite Mast, so Ute Reinhard, würde sich negativ auf eine Wiederbesiedlung auswirken, da es dabei möglicherweise zu heftigen Revierkämpfen unter den Interessenten kommen würde. Auch wäre es sehr fraglich ob das Nahrungsangebot für ein zweites Brutpaar ausreichen würde.

Wer diese Aktion...

Kauf eines Stahlrohr-Mastens,
Transport an den Aufstellungsort,
Entfernung der alten Masten,
Vorbereitung des Fundamentes
und Aufstellung des neuen Mastens durch einen Kran

...unterstützen möchte, möge dies bitte durch eine Spede tun:

Unser Spendenkonto:
Volksbank Ludwigsburg. BLZ 604 901 50 Konto 73 752 002
IBAN: DE37604901500073752002 BIG: GENODES1LBG Verwendungszweck Storchennest Horrheim

Eine Spendenbescheinigung erteilt natürlich auf Wunsch
unser Kassierer Reinhold Grözinger,
Goethestraße 28 ,
71665 Vaihingen/Enz,
Tel.07042/4369

Auf dass auch in Zukunft unser "Horrheimer Wahrzeichen" die Horrheimer Störche in dem einzigen Teilort von Vaihingen mit Weißstorchansiedlung auch weiterhin einen Platz zum Brüten finden!


Der Star, Vogel des Jahres 2018


Star, Vogel des Jahres 2918
Bild: NABU / Georg Dorff



Infos unter NABU:Vogel des Jahres


Interessant ist auch:

Aus der Geschichte:

Verehrter und verteufelter Star


Mozarts Muse

Die Wesensart des Stars war für den Menschen schon immer zweischneidiger Natur. Da gab es den verehrten Heuschreckenvertilger, aber auch den nimmersatten Obstgartenräuber.

In Smyrna – dem heutigen Izmir in der Türkei – erzählten sich die Leute, der Star tötet erst 99 Heuschrecken, um dann eine zu verzehren. Höchst willkommen hieß er deshalb bis zum Mai „Heiliger“. Doch schon im Juli wendete sich das Blatt. Der zuvor Gepriesene suchte nun gierig Maulbeerbaumpflanzungen und Weinberge heim. Prompt wurde er „Teufelsvogel“ gerufen.

Wie talentiert Stare beim Imitieren von Lauten und sogar Musikstücken sind, hat sogar Eingang in die Musikgeschichte gefunden. Wolfgang Amadeus Mozart hielt drei Jahre lang einen Star als Haustier. Schon bald konnte der gelehrige Vogel das Rondothema aus dem Klavierkonzert Nr. 17 in G-Dur (Köchelverzeichnis 453) nachpfeifen. Als sein „Vogel Stahrl“ starb, war der begnadete Komponist untröstlich und widmete ihm gar ein eigenes Poem: „Hier ruht ein lieber Narr/ Ein Vogel Staar/ Noch in den besten Jahren/ Mußt‘ er erfahren/ Des Todes bittern Schmerz“.


Schwarmregel fürs Wetter

Die wahrlich beeindruckenden Schwarmbilder rufen seit Jahrhunderten Wetterdeuter auf den Plan. Brütet der Star schon zeitig, darf der Bauer auf einen schönen Mai hoffen. Singen und schwatzen die Stare lustig, kommt bald die Sonne heraus. Gemäß einer französischen Bauernregel zeigen große Schwärme einen strengen und rauen Winter an. Verlassen die Stare ihren Schlafbaum locker in kleinen Gruppen oder sogar einzeln tropfenweise), dann wird es Regen geben. Selbst Tiervater Brehm erwähnte ungewöhnliches Schwarmverhalten während der Brutzeit als Zeichen für heftige, anhaltende Unwetter.