Abgerundetes Rechteck: April 2008
 

 

 

 

 

 


Ausflug zum Naturschutzgebiet
Taubergießen bei Rust

 

Ein vollbesetzter Bus startete an einem Sonntag Ende April mit 40 Teilnehmern unserer NABU-Gruppe zu einem Ausflug zum Naturschutzgebiet Taubergießen bei Rust. Das an den Rhein angrenzende Gebiet ist mit 1682 Hektar eines der größten Schutzgebiete im Land. Es wurde 1979 unter Naturschutz gestellt. Zwei Drittel der Fläche besteht aus einer beeindruckenden Auen- landschaft.

Nach rund zwei Stunden Fahrt wurde der Bus in Rust per Motorrad-Eskorte am Europapark vorbei zum recht versteckten Zielort „Parkplatz Zuckerbrücke“ geleitet. „Das ist hier normal“, meinte Franz Koch, Leiter eines Familienunternehmens für geführte Stocherkahnfahrten beim Empfang der Teilnehmer, die nun auf vier Fischer- boote verteilt wurden.

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Jetzt konnte man auf der Tauber, auch „Blinde Elz“ genannt, eine ganz andere Welt kennen lernen. In unzähligen, zum Teil engen Kehren windet sich der anfangs recht enge Wasserlauf durch eine wilde, urtümliche Auenlandschaft. Charakteristisch sind zahlreiche einmündende Altrheinarme umsäumt von Eichen- Ulmen- Pappel- und Erlenbeständen.

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Bereits im 19. Jahrhundert wurde versucht, die Hoch- wasserproblematik am Rhein durch Flussbegradi- gungen zu entschärfen. Dies hatte schwerwiegende Folgen für die Natur. Die Gegend drohte zu versteppen und der Taubergießen wurde vom Rhein abgeschnitten. Dies wiederum führte zu einer zunehmenden Verschlammung der Wasserläufe. Heute hat man den Nutzen dieser Auenlandschaft als Hochwasserschutz erkannt. In einem speziellen, kostspieligem Programm wird versucht, zum Beispiel durch Holzbarrieren im Wasser der Verlandung vorzubeugen, so die Ausführungen von Bootsführer Franz Koch.

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Nach zwei Stunden eindrucksvoller und informativer Bootsfahrt machte sich die Gruppe dann zu Fuß auf den gut acht Kilometer langen Rückweg zum Bus. Zuerst am Hochwasserdamm des Rheins entlang, vorbei an offenen Wiesen- und Heckenlandschaften, dann wieder durch naturbelassene Wälder, die mit Teichen durchzogen waren. Leider machte sich die Tierwelt trotz des herrlichen Wetters etwas rar. Eine Ringelnatter auf Fröschejagd war noch zu beobachten.

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Aber als man dann später wieder müde im Bus saß, waren sich alle Teilnehmer einig, dass ein wundervoller Tag zu Ende ging...

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